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Gestern hab ich 3/4 von Ant-Man gesehen. Eigentlich hätte ich schon nach der Hälfte abhauen können, aber ich wollte einfach wissen, ob nicht doch noch irgendetwas Überraschendes kommt.

Natürlich nicht. Wie immer alles die gleiche Soße:

Underdog Held, der genug Everyman-Eigenschaften hat, um Hugo Jedermann von der Straße zu gefallen, aber gleichzeitig auch irgendwie genial ist?  -> check

Wissenschaftler, der in Gottes-Wahn etwas geschaffen hat, das jetzt die Welt zu verschlingen droht, was er unglaublich bereut? -> check

Vernachlässigte Tochter des Wissenschaftlers, die innere Stärke und zugleich seine gute Seite demonstriert – er hat sie ja nur beschützen wollen? -> check

Ehemaliger Schüler des Wissenschaftlers, der sich der Machtidee verschrieben hat? -> check

Lustige, abgedrehte Sidekicks? -> check (in diesem Fall schwarze Hacker und Latinos -> Diversity muss sein, da wir ein riesiges Publikum ansprechen wollen.)

Ständige Selbstironie? -> check (Ich kann’s echt nicht mehr mitanhören, wenn sich einer dieser Helden über seine Rolle lustig macht. Wenn das alles eh so lächerlich ist, dann dreht einfach den Film nicht!)

Und so weiter.

Warum rennen Leute in diese Filme? Ich BEGREIFE es nicht. Sie sind jedes Mal dasselbe nur mit anderen Gesichtern. Meine Theorie: Die Normalos, also unterer und erodierender Mittelstand, haben heutzutage so viel existenzielle Angst, dass sie nur noch das Bekannte und Erwartbare wollen. Gratulation dazu, Marvel, wie ihr die Kühe melkt.

Nach der Spider-Man-Trilogie hätten sie aufhören sollen. Oh, die Spider-Man-Trilogie! Seht euch das an, sogar die Effekte waren damals interessanter:

Das waren noch Zeiten!